22.06.2026
Kanzleien der Zukunft

DATEV Unternehmen Online zu teuer? Wann Belege online plus Plattform die bessere Wahl ist

Kostenvergleich DATEV Unternehmen online Preise: DUO-Zugang 11,56 Euro je Mandant gegenüber Belege online plus milia-Plattform mit Mandanten-App für DATEV-Steuerkanzleien

Donnerstagnachmittag, kurz vor fünf. Dr. Katrin Hoffmann hat einen Mandanten am Telefon, Inhaber eines Handwerksbetriebs mit acht Leuten. Er hat seine DATEV-Rechnung vor sich liegen und eine einfache Frage: "Frau Doktor Hoffmann, wofür zahle ich da eigentlich jeden Monat? Ich lade doch nur Belege hoch." Sie kennt die Frage. Sie kommt jeden Monat, mal vom Mandanten, mal aus dem eigenen Team, wenn die Sammelrechnung für die betreuten Bestände auf dem Tisch liegt. Und sie verdient eine ehrliche Antwort statt eines Ausweichmanövers.

Deshalb schauen wir in diesem Beitrag genau hin: auf die DATEV Unternehmen online Preise, wie sie in der offiziellen Preisliste stehen, auf die Frage, wer sie eigentlich bezahlt, und auf eine Rechnung, die viele Steuerkanzleien so noch nie aufgemacht haben. Eines vorweg, weil es für alles Weitere den Rahmen setzt: DATEV Unternehmen online ist der Standard für die digitale Zusammenarbeit mit Mandanten und leistet dort, wo es aktiv genutzt wird, sehr gute Arbeit. Die Frage ist nicht "DATEV ja oder nein". Die Frage ist, welcher Mandant welchen Zugang wirklich braucht, und was die Zusammenarbeit für alle anderen kosten muss.

DATEV Unternehmen online Preise 2026: das Preismodell im Überblick

Die verbindliche Quelle für alle Zahlen ist die DATEV-Preisliste für Unternehmen mit Stand 01/2026. Alle Preise dort verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer und gelten als Orientierung, denn was ein konkreter Bestand kostet, hängt von den bestellten Komponenten ab. Die wichtigsten Positionen rund um DATEV Unternehmen online (kurz DUO) sehen so aus:

Komponente
Preis (netto, Stand 01/2026)
Bezugseinheit
DATEV Unternehmen online (Benutzerlizenz unbegrenzt)
11,56 EUR/Monat
je Unternehmen (Mandant)
DATEV Belege online
3,83 EUR/Monat
je Mandantenbestand, ab Anlage des Bestands
DATEV Belegfreigabe online
7,35 EUR/Monat
je Mandant
DATEV Belegfreigabe online comfort
25,00 EUR/Monat
je Mandant
DATEV Auftragswesen next
7,00 EUR/Monat
je Unternehmen
Zusätzlicher Dokumentenspeicher über dem Freivolumen
1,05 EUR/Monat
je GByte

Denselben Kernpreis bestätigt die Produktseite im DATEV-Shop: monatlich 11,56 EUR für DATEV Unternehmen online. Damit ist auch die Zahl belegt, die in Kanzleigesprächen seit Jahren als "rund 11 Euro pro Mandant" kursiert.

Drei Fußnoten aus der Preisliste sind für die Bewertung entscheidend. Erstens: DATEV Unternehmen online wird je Unternehmen bestellt, also je Mandant, sobald dieser Zugriff auf die DUO-Anwendungen haben soll. Für Kanzleien selbst ist die Nutzung kostenlos. Zweitens: Im DUO-Preis sind mehrere Anwendungen bereits enthalten, darunter Stammdaten online, Bank online, Kassenbuch online und die Auswertungen für Rechnungswesen und Personalwirtschaft. Drittens: DATEV Belege online wird ab Anlage des Bestands bepreist, unabhängig davon, ob tatsächlich Belege fließen. Ein still angelegter Bestand kostet also genauso wie ein aktiver.

Warum sich die Kosten je Mandant summieren

11,56 EUR klingen einzeln unspektakulär. Interessant wird die Zahl in der Summe. Rechnen wir das Beispiel der Kanzlei Hoffmann durch, mit bewusst vereinfachten Annahmen: 130 betriebliche Mandate, davon 100 mit eigenem DUO-Zugang und Belege online. Das ergibt 100 mal 15,39 EUR, also rund 1.540 EUR pro Monat oder etwa 18.500 EUR pro Jahr, nur für den Zugang und den Belegweg, noch ohne Belegfreigabe, Auftragswesen oder zusätzlichen Speicher. Wer je Mandant noch die Belegfreigabe online dazunimmt, liegt bei 22,74 EUR je Mandant und Monat.

Bleibt die Frage, wer das bezahlt. Hier lohnt der Blick darauf, wie DATEV den Softwareeinsatz bei Mandanten organisiert: Im mitgliedsgebundenen Mandantengeschäft, das über 90 Prozent der DATEV-Mitglieder nutzen, wird der Mandant direkter Geschäftspartner von DATEV und erhält die Rechnung selbst. Im Leistungsverbund ist die Kanzlei Geschäftspartner und zahlt. Wirtschaftlich ändert das weniger, als es scheint: Ob der Betrag auf der Rechnung des Mandanten steht oder auf der Sammelrechnung der Kanzlei, er belastet in beiden Fällen die Mandatsbeziehung. Entweder erklärt die Kanzlei dem Mandanten die Kosten, oder sie trägt sie selbst und preist sie ins Honorar ein.

Dazu kommt eine Dynamik, die in der Preisliste selbst steht: Ab 2027 erhöhen sich laufend bepreiste DATEV-Leistungen jährlich zum 1. Januar um 3 Prozent. Die Rechnung von heute ist also die günstigste der kommenden Jahre. Genau deshalb lohnt es sich, das eigene Mandat-Portfolio einmal ehrlich durchzugehen, bevor die Summe weiter wächst.

Was DATEV Unternehmen online gut kann und wofür es gebaut ist

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Diese Kosten stehen einer echten Leistung gegenüber. DATEV Unternehmen online ist die Cloud-Plattform, über die Mandanten und Kanzlei Belege und Daten austauschen, und sie ist tief mit der Welt verzahnt, in der Ihre Kanzlei ohnehin arbeitet. Der digitale Belegweg in die Kanzlei führt über das DATEV-Rechenzentrum direkt in die FiBu, revisionssicher und ohne Medienbruch. Bank online bildet den Zahlungsverkehr ab, Kassenbuch online die Kassenführung, und die Auswertungen bringen BWA und Co. zum Mandanten.

Für Mandanten, die mit diesen Anwendungen tatsächlich arbeiten, ist DUO die richtige Wahl und den Preis wert. Der Handelsbetrieb, der seine Eingangsrechnungen über die Belegfreigabe laufen lässt, sein Geschäftskonto über Bank online anbindet und monatlich in die Auswertungen schaut, bekommt für 11,56 EUR ein Werkzeug, das seinen Arbeitsalltag trägt. Diese Kernfunktionen ersetzt milia nicht, und genau das ist der Punkt, an dem sich dieser Beitrag von einem plumpen Anbietervergleich unterscheidet: milia ergänzt DATEV, es ersetzt es nicht.

Das Problem liegt woanders.

Das eigentliche Problem: Vollzugang für Mandanten, die nur Belege abgeben

Jede Kanzlei kennt die ehrliche Antwort auf die Frage, wie viele Mandanten ihre DUO-Anwendungen wirklich nutzen. Ein Teil arbeitet aktiv damit. Ein anderer, oft größerer Teil tut im Alltag genau eines: Belege abgeben. Kein Bank online, kein Kassenbuch, kein Blick in die Auswertungen. Für diese Mandanten bezahlt jemand jeden Monat einen Vollzugang, von dem ein Bruchteil genutzt wird. Das ist die Wahrnehmung hinter dem Satz "DATEV Unternehmen online ist zu teuer", und sie ist berechtigt, nur eben nicht als Urteil über das Produkt, sondern als Urteil über die Zuordnung.

Die zweite Folge ist teurer als die Lizenz: das Ausweichverhalten. Mandanten, die das Portal als zu umständlich empfinden, schicken Belege dann doch per E-Mail, als Foto in einem Messenger oder auf Papier. Damit landet der Belegfluss genau in dem Kanal-Wildwuchs, den die Digitalisierung beseitigen sollte, und die Kanzlei muss trotzdem für Ordnung sorgen, denn die Ordnungsvorschriften des § 147 AO zur Aufbewahrung von Unterlagen verlangen eine geordnete, nachvollziehbare Ablage. Aus einem bezahlten Portal plus E-Mail-Chaos wird so das Schlechteste aus beiden Welten. Wie schnell Login-Hürden dieses Ausweichverhalten auslösen, haben wir im Beitrag über den Mandantenzugang ohne PIN-Frust beschrieben.

Und drittens: Selbst dort, wo der Belegweg funktioniert, deckt DUO die restliche Zusammenarbeit nicht ab. Rückfragen, Aufgaben mit Fristen, fehlende Unterlagen, Freigaben, Unterschriften, der Status eines Vorgangs: All das läuft weiter über E-Mail und Telefon. Die Kosten dafür stehen auf keiner Rechnung, sie stecken in den Arbeitsstunden des Teams. Genau hier setzt die Mandantenkollaboration in milia an.

Die Alternative: Belege online plus milia-Plattform

Das Modell, das immer mehr DATEV-Kanzleien rechnen, sieht so aus: DATEV bleibt der Belegweg der FiBu, milia wird die Kollaborationsschicht davor. Konkret heißt das: Der Mandant bekommt einen einzigen Zugang, die Mandanten-App von milia. Dort gibt er Belege ab, sieht seine Aufgaben und Fristen, erhält Dokumente, unterschreibt digital und stellt Rückfragen. Auf der Kanzleiseite laufen dieselben Dinge als Vorgänge mit klarem Status zusammen, statt als E-Mail-Fäden in persönlichen Postfächern.

Der Belegfluss dahinter ist der entscheidende Punkt, und er ist bewusst DATEV-nativ gebaut. Das Belegmanagement mit DATEV-Belegkorb-Zuordnung funktioniert so: Die Kanzlei erstellt eine Beleganforderung und wählt dabei den Ziel-Belegkorb in DATEV. Der Mandant fotografiert oder lädt seine Belege in der App hoch. Die Uploads landen automatisch im gewählten DATEV-Belegkorb, richtig zugeordnet und buchungsfertig. Gebucht wird, wie immer, in DATEV. milia macht keine FiBu, es sorgt dafür, dass die Belege sauber und vollständig dort ankommen, wo Ihre FiBu sie erwartet.

Dazu kommt milia.AI als KI-Assistenz nach dem Human-in-the-Loop-Prinzip: Sie erkennt zum Beispiel, welche Belege fehlen, und entwirft die Nachforderung an den Mandanten. Das Team prüft und gibt frei, erst dann geht etwas raus. Die Kanzlei behält die Kontrolle, die Fleißarbeit sinkt spürbar. Die Plattform ist DSGVO-konform mit Hosting in Deutschland, milia ist autorisierter DATEV-Schnittstellenpartner und vom DStV empfohlen. Den größeren Rahmen, was diese Art von KI-Assistenz in der Mandantenkommunikation verändert, zeigt unser Überblick KI in der Mandantenkommunikation: wie Steuerkanzleien 2026 Zeit sparen.

Wichtig für die Einordnung: Dieses Modell ersetzt nicht DATEV Unternehmen online als Ganzes. Es ersetzt den teuren Vollzugang für die Mandanten, die ihn nachweislich nicht nutzen, und es ergänzt die Zusammenarbeit um alles, was DUO nie abdecken sollte: Kommunikation, Aufgaben, Signaturen, Vorgänge.

Kostenvergleich: DUO-Vollzugang vs. Belege online plus milia

Jetzt zur Rechnung. milia veröffentlicht seine Preisstruktur transparent in der aktuellen Preisübersicht von milia.io (Stand Juli 2026): eine Grundpauschale ab 49 EUR pro Monat, 9,90 EUR je Mitarbeiter und Monat, milia.AI ab 49 EUR pro Monat sowie 2 bis 4 EUR je betrieblichem Mandat und Monat, degressiv mit der Mandatszahl. Private Mandate sind kostenfrei. Damit lässt sich der Vergleich je Mandant aufstellen:

Posten je Mandant und Monat (netto, Beispielannahmen)
DUO-Vollzugang je Mandant
Belege online plus milia
DATEV Unternehmen online (eigener Zugang des Mandanten)
11,56 EUR
nur, wenn der Mandant selbst in DUO-Anwendungen arbeitet
DATEV Belege online (Belegweg der FiBu)
3,83 EUR
3,83 EUR, bleibt als DATEV-Belegweg
DATEV Belegfreigabe online (optional)
7,35 bis 25,00 EUR
nur, wo fachlich nötig
milia, betriebliches Mandat
0 EUR
2 bis 4 EUR, degressiv; private Mandate kostenfrei
Kommunikation, Aufgaben, E-Signatur, Vorgangsstatus
nicht enthalten, läuft über E-Mail und Zusatzkanäle
enthalten
Beispielsumme
15,39 bis 22,74 EUR
rund 6 bis 8 EUR plus Plattform-Fixkosten

Für die Kanzlei Hoffmann mit 22 Mitarbeitenden ergibt sich als Größenordnung: Die Plattform-Fixkosten von milia liegen bei den Ab-Preisen um die 315 EUR pro Monat (Grundpauschale, 22 Mitarbeitende, milia.AI). Dazu kommen bei 130 betrieblichen Mandaten 260 bis 520 EUR an Mandatsgebühren. Dem stehen im reinen DUO-Vollausbau für 100 Mandanten rund 1.540 EUR pro Monat allein für Zugang und Belegweg gegenüber, plus die unbezifferten Stunden für Kommunikation über E-Mail und Telefon. Je mehr Mandate, desto deutlicher kippt die Rechnung zugunsten der Plattform, weil der milia-Mandatspreis degressiv sinkt, während der DUO-Preis je Mandant konstant bleibt und ab 2027 jährlich um 3 Prozent steigt.

Zwei ehrliche Einschränkungen gehören zu dieser Rechnung. Erstens vergleicht sie nur die Mandanten, die faktisch Belege abgeben und kommunizieren; für Mandanten, die aktiv mit Bank online, Kassenbuch oder Belegfreigabe arbeiten, bleibt der DUO-Vollzugang die richtige Wahl. Zweitens hängt die konkrete DATEV-Bepreisung je Bestand vom Setup ab. Welche Komponenten ein Mandant wirklich braucht und welche entfallen können, klären Sie anhand der Preisliste oder direkt mit DATEV, bevor Sie umstellen.

Wann reicht DATEV Unternehmen online, wann lohnt die Plattform?

Die Entscheidung fällt nicht pro Kanzlei, sondern pro Mandantensegment. Als Faustregel:

Situation
DUO reicht
Belege online plus milia lohnt sich
Mandant arbeitet aktiv in Bank online, Kassenbuch online oder Belegfreigabe
Ja, Vollzugang ist hier gut investiert
Ergänzend für Kommunikation und Aufgaben denkbar
Mandant gibt nur Belege ab und braucht daneben einen Weg für Dokumente
Vollzugang oft überdimensioniert, Dokumentenaustausch ist über DUO gar nicht möglich
Ja, App-Zugang je Mandat statt Volllizenz
Viele Rückfragen, Fristen, fehlende Unterlagen je Mandat
Läuft außerhalb von DUO über E-Mail
Ja, Vorgänge, Aufgaben und milia.AI strukturieren genau das
Unterschriften und Freigaben (z. B. Jahresabschluss, Vollmachten)
Nicht Kern von DUO
Ja, E-Signatur ist in der Plattform enthalten
Kanzlei will einen Kanal für alle Mandanten, vom Digital-Profi bis zum Belege-Fotografierer
Setzt DUO-Nutzung beim Mandanten voraus
Ja, die App holt auch die Wenig-Nutzer ab

Das realistische Zielbild für eine DATEV-Kanzlei mit 8 bis 80 Mitarbeitenden ist deshalb kein Entweder-oder, sondern ein Mix: DUO-Vollzugänge dort, wo Mandanten sie nutzen. Ein schlanker, DATEV-nativer Belegweg plus milia-Plattform für alle anderen. Und eine einheitliche Kommunikationsebene über alle Mandate hinweg, damit Rückfragen, Aufgaben und Dokumente nicht länger in Postfächern versanden.

In 4 Schritten umstellen, ohne den DATEV-Workflow zu brechen

Der Umstieg ist kein Systemwechsel, sondern eine Neuzuordnung. Vier Schritte haben sich bewährt:

  1. Mandate segmentieren. Gehen Sie Ihre Bestände durch: Welche Mandanten arbeiten aktiv in DUO-Anwendungen, welche geben faktisch nur Belege ab? Diese Liste ist die Grundlage jeder Kostenentscheidung, und meist die erste Überraschung.

  2. Belegweg definieren. Der DATEV-Belegweg bleibt bestehen. In milia legen Sie je Mandat die Belegkorb-Zuordnung fest, damit Uploads aus der Mandanten-App automatisch buchungsfertig im richtigen DATEV-Belegkorb landen. Technische Basis dafür ist die bidirektionale DATEV-Integration, über die auch Stammdaten und Dokumente synchron bleiben.

  3. Mandanten-App ausrollen. Die Mandanten erhalten einen Zugang, der ohne PIN-Frust funktioniert, und geben Belege künftig dort ab, wo auch Aufgaben, Dokumente und Unterschriften liegen. Erfahrungswerte aus Referenzkanzleien zeigen, wie schnell das trägt: Bei der F+S Steuerberatung sank die Zeit für die Mandatsannahme von 2 bis 4 Stunden auf 15 Minuten, beim Steuerberater Drechsel laufen 90 Prozent des Mandanten-Onboardings über milia.

  4. Beleganforderung automatisieren. Hinterlegen Sie in milia einen automatisierten Workflow für die Beleganforderung: Fehlende Belege werden je Mandat automatisch angefordert, und milia erinnert selbstständig nach, bis sie vorliegen. Das ersetzt die Nachfassliste, die sonst am Monatsende von Hand abgearbeitet wird.

  5. Kommunikation bündeln. Rückfragen, Nachforderungen und Fristen laufen als Vorgänge und Aufgaben, milia.AI bereitet die Routinefälle vor, Ihr Team gibt frei. So verschwindet der E-Mail-Anteil der Zusammenarbeit Schritt für Schritt, ohne dass ein einziger DATEV-Prozess angefasst wird.

Wer die Plattform einmal im Einsatz hat, kann sie anschließend für weitere Routinen nutzen, etwa für die automatisierte Vorprüfung von Steuerbescheiden. Wie das funktioniert, zeigt unser Beitrag zur Bescheidprüfung mit KI: Abweichungen und Fristen automatisch vorprüfen.

Häufige Fragen

Was kostet DATEV Unternehmen online pro Monat?

DATEV Unternehmen online kostet 11,56 EUR netto pro Monat je Unternehmen, also je Mandant, mit unbegrenzter Benutzerlizenz (DATEV-Preisliste für Unternehmen, Stand 01/2026). Für Kanzleien selbst ist die Nutzung kostenlos, bestellt wird der Zugang je Mandant, sobald dieser mit den DUO-Anwendungen arbeiten soll. Im Preis enthalten sind unter anderem Stammdaten online, Bank online, Kassenbuch online und die Auswertungen für Rechnungswesen und Personalwirtschaft. Nicht enthalten sind kostenpflichtige Zusatzkomponenten wie DATEV Belege online (3,83 EUR je Mandant und Monat), die Belegfreigabe online (7,35 EUR, comfort 25,00 EUR) oder zusätzlicher Dokumentenspeicher über dem Freivolumen (1,05 EUR je GByte). Alle Preise verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer. Wichtig für die Planung: Laut Preisliste erhöhen sich laufend bepreiste DATEV-Leistungen ab 2027 jährlich zum 1. Januar um 3 Prozent.

Was kostet DATEV Belege online?

DATEV Belege online kostet 3,83 EUR netto je Mandantenbestand und Monat (Stand 01/2026). Die Bepreisung beginnt laut Preisliste mit der Anlage des Bestands und läuft unabhängig davon, ob tatsächlich Belege übertragen werden. Ein angelegter, aber ungenutzter Bestand kostet also genauso wie ein aktiver, weshalb sich ein regelmäßiger Blick auf inaktive Bestände lohnt. Voraussetzung für Belege online ist ein Vertrag für DATEV Unternehmen online sowie ein Zugangsmedium; das DATEV SmartLogin ist dabei kostenlos, andere Zugangsmedien sind kostenpflichtig. In der Kombination "Belege online plus milia" bleibt diese Komponente typischerweise bestehen, denn sie ist der bewährte Belegweg in die DATEV-FiBu. Die milia-Plattform setzt davor an: Mandanten laden Belege in der App hoch, die Uploads landen automatisch im gewählten DATEV-Belegkorb.

Wer bezahlt DATEV Unternehmen online: die Kanzlei oder der Mandant?

Das hängt vom Geschäftsmodell ab, das Kanzlei und Mandant mit DATEV vereinbaren. Im mitgliedsgebundenen Mandantengeschäft, das laut DATEV über 90 Prozent der Mitglieder nutzen, wird der Mandant auf Antrag des Mitglieds direkter Geschäftspartner von DATEV und erhält die Rechnung selbst. Im Leistungsverbund ist die Kanzlei Geschäftspartner, verantwortet die Bestellungen und bezahlt die Leistungen; sie kann die Kosten anschließend an den Mandanten weiterberechnen. Wirtschaftlich betrachtet trägt die Kosten in beiden Modellen die Mandatsbeziehung: Entweder muss die Kanzlei dem Mandanten die monatliche Rechnung erklären, oder sie kalkuliert die Beträge in ihr Honorar ein. Genau deshalb lohnt sich die Frage, welche Mandanten einen eigenen DUO-Vollzugang wirklich brauchen und für welche ein schlanker App-Zugang über eine Plattform wie milia wirtschaftlicher ist.

Ist milia ein Ersatz für DATEV Unternehmen online?

Nein. milia ergänzt DATEV und ersetzt es nicht. Die Kernfunktionen von DATEV Unternehmen online, also der revisionssichere Belegweg über das DATEV-Rechenzentrum, Bank online für den Zahlungsverkehr, Kassenbuch online und die Auswertungen, bleiben bei DATEV, und gebucht wird selbstverständlich weiter in der DATEV-FiBu. milia übernimmt die Ebene davor: die Zusammenarbeit mit dem Mandanten. Belege werden über die Mandanten-App abgegeben und landen per Belegkorb-Zuordnung buchungsfertig in DATEV, Rückfragen und Fristen laufen als Vorgänge und Aufgaben, Dokumente und E-Signaturen liegen im selben Zugang, und milia.AI bereitet Routinearbeit nach dem Human-in-the-Loop-Prinzip vor. Für Mandanten, die aktiv in den DUO-Anwendungen arbeiten, bleibt der DUO-Vollzugang die richtige Wahl. Die Plattform lohnt sich für die Mandate, die faktisch nur Belege abgeben und kommunizieren.

Reicht nicht einfach E-Mail für den Belegaustausch mit Mandanten?

Für eine Steuerkanzlei ist E-Mail als Belegkanal aus drei Gründen die schlechteste Option. Erstens die Sicherheit: Unverschlüsselte E-Mails können laut der Einordnung des BSI zur E-Mail-Verschlüsselung auf dem Übertragungsweg mitgelesen werden, ähnlich einer Postkarte, was bei Steuer- und Finanzdaten nicht vertretbar ist. Zweitens die Ordnung: Belege in Postfächern sind weder dem Mandat noch dem Vorgang zugeordnet und müssen manuell nachsortiert werden, obwohl die Aufbewahrung geordnet und nachvollziehbar laufen muss. Drittens der Prozess: E-Mail kennt keinen Status, keine Frist und keine automatische Erinnerung, jede Nachforderung startet bei null. Ein Mandantenportal mit App löst alle drei Punkte: verschlüsselte Übertragung, automatische Zuordnung zum richtigen DATEV-Belegkorb und ein nachvollziehbarer Vorgangsstatus für beide Seiten.

Was kostet milia für eine Steuerkanzlei?

milia veröffentlicht die Preisstruktur transparent auf der Preisseite (Stand Juli 2026): eine Grundpauschale ab 49 EUR pro Monat für Instanz, Support und Updates, dazu 9,90 EUR je Mitarbeiter und Monat für den vollen Plattformzugriff, milia.AI ab 49 EUR pro Monat sowie 2 bis 4 EUR je betrieblichem Mandat und Monat, degressiv mit steigender Mandatszahl. Private Mandate sind kostenfrei. Optional gibt es Add-ons wie die Mandatsaufnahme ab 99 EUR pro Monat. Für eine Kanzlei mit 22 Mitarbeitenden und 130 betrieblichen Mandaten ergibt das eine Größenordnung von rund 580 bis 840 EUR pro Monat, inklusive Mandanten-App, Vorgängen, Aufgaben, E-Signatur und KI-Assistenz. Die konkrete Summe hängt von Laufzeit und Volumen ab; den tagesaktuellen Stand und einen Preisrechner finden Sie auf milia.io/preise, eine Vergleichsrechnung für Ihr Mandat-Portfolio machen wir gern in der Demo.

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Wie sähe die Rechnung für Ihre Steuerkanzlei aus? In einer Demo gehen wir Ihr Mandat-Portfolio durch: welche Mandate den DUO-Vollzugang wirklich nutzen, wo der schlanke Belegweg plus Plattform wirtschaftlicher ist und wie der Belegfluss über die DATEV-Belegkörbe konkret läuft. Sprechen Sie mit unseren Kanzlei-Expert:innen und erleben Sie milia.io live: Jetzt Demo vereinbaren.