KI in der Mandantenkommunikation: Wie Steuerkanzleien 2026 Zeit sparen

Es ist Sonntagabend, und Dr. Katrin Hoffmann sitzt schon wieder am Laptop. Nicht wegen einer komplizierten Bilanz, sondern weil sie zum dritten Mal denselben Mandanten an seine fehlenden Belege erinnert. Eine Nachricht in Outlook, eine kurze WhatsApp, ein Anruf am Montag, der dann doch keiner wird. In ihrer Kanzlei in Düsseldorf arbeiten 22 Menschen mit fünf Systemen nebeneinander, und niemand weiß zuverlässig, wo der letzte Bescheid gerade liegt. Genau dieses Bild beschreiben Kanzleiinhaber:innen am häufigsten, wenn man sie fragt, was sie wirklich Zeit kostet. Es ist nicht die Fachlichkeit. Es ist die Kommunikation drum herum.
2026 lautet die Frage in den meisten Steuerkanzleien nicht mehr, OB KI in der Steuerberatung ankommt, sondern WO sie zuerst spürbar entlastet. Die ehrlichste Antwort: in der Mandantenkommunikation. Hier entstehen die meisten Reibungsverluste, hier verschwinden ganze Nachmittage in Erinnerungsschleifen, und hier lässt sich Zeit am schnellsten zurückgewinnen, ohne dass eine Kanzlei ihre Facharbeit antasten muss. Dieser Hub-Artikel zeigt, was KI in der Mandantenkommunikation konkret leistet, wie der Weg vom Tool-Chaos zu einer Plattform aussieht, worauf Sie rechtlich achten müssen, und vertieft alles in vier weiterführenden Bausteinen. Eines vorweg: milia ergänzt DATEV, es ersetzt es nicht.
Warum Mandantenkommunikation 2026 zum Engpass der Steuerkanzlei wird
In den meisten Kanzleien läuft die Kommunikation mit Mandanten heute über mindestens vier Kanäle gleichzeitig. Outlook für den offiziellen Schriftverkehr, das Telefon für die schnelle Rückfrage, WhatsApp für den Mandanten, der es eben "kurz und unkompliziert" will, dazu DATEV-Module für Belege und ein Cloud-Ordner für alles, was sonst nirgends hinpasst. Jeder Kanal funktioniert für sich. Zusammen ergeben sie ein Problem, das in Demos mit Abstand am häufigsten genannt wird: das E-Mail-Pingpong und verstreute Mandanten-Silos. Niemand kann auf einen Blick sagen, wo der Einkommensteuerbescheid liegt, ob die angeforderte Rechnung schon da ist oder wer zuletzt mit dem Mandanten gesprochen hat.
Die Folgen sind nicht abstrakt, sie kosten messbar Zeit und Nerven. Mitarbeitende suchen Informationen, die irgendwo zwischen Postfach, Telefonnotiz und Dateiablage liegen. Dieselben Daten werden mehrfach gepflegt, in DATEV und im Mailverlauf und in der Excel-Liste. Fristen geraten unter Druck, weil die Übersicht fehlt. Mandanten werden ungeduldig, wenn sie zum vierten Mal nach demselben Beleg gefragt werden. Und ein Team, das ohnehin im Personalmangel arbeitet, verliert seine knappste Ressource an Tätigkeiten, die mit Steuerberatung nichts zu tun haben. Der Engpass ist also nicht der Mangel an Fachwissen, sondern der Mangel an einer gemeinsamen, zentralen Kommunikationsebene. Genau hier setzt eine Mandantenkollaboration auf einer Plattform an, die Nachrichten, Aufgaben, Dokumente und Signaturen vorgangsbezogen bündelt, statt sie über fünf Werkzeuge zu verteilen.
Der versteckte Zeitfresser: Belege nachfordern
Kein Vorgang frisst so unauffällig Zeit wie das Nachfordern von Belegen. Es beginnt mit einer freundlichen Bitte per Mail, geht weiter mit einer Erinnerung nach einer Woche, dann mit einem Anruf, der auf der Mailbox landet, und endet im schlimmsten Fall mit dem sprichwörtlichen Sonntagstelefonat. Multipliziert mit hundert Mandaten wird daraus eine strukturelle Belastung, die kaum jemand auf der Rechnung hat, weil sie sich in viele kleine Unterbrechungen aufteilt. Genau an dieser Stelle setzt das KI-Versprechen für die Mandantenkommunikation an. Wie sich diese Erinnerungsschleifen automatisieren lassen, ohne die Kontrolle abzugeben, vertieft der Baustein zur Belegnachforderung mit KI statt Sonntags-Telefonaten. Statt das Team zu ersetzen, nimmt ihm die Assistenz die wiederkehrende, undankbare Routine ab.
Was "KI in der Steuerberatung" für die Mandantenkommunikation konkret heißt
Wenn von KI in der Steuerberatung die Rede ist, schwingt oft entweder zu viel Hoffnung oder zu viel Sorge mit. Beides hilft im Kanzleialltag nicht weiter. Geerdet betrachtet ist KI in der Mandantenkommunikation ein Werkzeug, das Routine vorbereitet: Es entwirft Antworten auf wiederkehrende Anfragen, erkennt und ordnet Belege zu, beantwortet einfache Statusfragen und sortiert eingehende Vorgänge vor. Was KI nicht ist, ist ein Selbstläufer, der eigenmächtig entscheidet. Die fachliche Verantwortung bleibt zu jedem Zeitpunkt bei der Kanzlei. KI liefert den Entwurf, der Mensch prüft, ergänzt und gibt frei. Dieses Prinzip nennt sich Human-in-the-Loop und ist kein Detail, sondern die Grundbedingung für jeden sinnvollen KI-Einsatz im steuerberatenden Beruf.
Entscheidend ist die Abgrenzung zwischen generischer und kanzleispezifischer KI. Ein allgemeines Werkzeug wie ChatGPT kennt weder Ihren Mandanten noch den konkreten Vorgang noch die zuständige Bearbeiterin. Jede Anfrage beginnt bei null, und Kontext muss mühsam von Hand eingegeben werden, was im Berufsalltag schnell zum Datenschutzrisiko wird. Eine kanzleispezifische KI-Assistenz wie milia.AI dagegen arbeitet innerhalb der Plattform und kennt den Zusammenhang automatisch: welcher Mandant, welcher Vorgang, welche Historie. Genau diese Kontextbindung macht den Unterschied zwischen einem netten Spielzeug und einem Werkzeug, das im Tagesgeschäft trägt. Wer die grundsätzlichen Vorteile vertiefen möchte, findet sie im Beitrag KI in der Steuerberatung: Vorteile für Kanzleien.
Welche Aufgaben in der Mandantenkommunikation KI heute übernimmt
In der Praxis sind es vier wiederkehrende Bereiche, in denen KI heute schon spürbar entlastet, jeweils mit Freigabe durch die Kanzlei:
Aufgabe
Was die KI-Assistenz vorbereitet
Wer entscheidet
Belegnachforderung
Erkennt fehlende Belege, formuliert die Erinnerung, schlägt den Versandzeitpunkt vor
Kanzlei gibt frei
Antwortentwürfe
Schlägt Antworten auf Standardanfragen im richtigen Ton und Kontext vor
Bearbeiter:in prüft und sendet
Vorgangs-Triage
Sortiert eingehende Nachrichten nach Mandant, Dringlichkeit und Zuständigkeit vor
Team behält die Hoheit
Statusupdates
Beantwortet einfache "Wie ist der Stand?"-Fragen direkt aus dem Vorgang
Kanzlei legt Regeln fest
In jeder dieser Zeilen steht der Mensch am Ende der Kette, nicht am Anfang. Das ist kein Kompromiss, sondern bewusst so gebaut. Die KI nimmt den Anlauf, die Kanzlei trifft die Entscheidung.
Vom Tool- und E-Mail-Chaos zu einer Plattform: die digitale Steuerkanzlei
Die wirksamste Veränderung ist selten ein einzelnes neues KI-Feature, sondern der Wechsel von vielen Insellösungen zu einer Plattform. Eine digitale Steuerkanzlei zeichnet sich 2026 nicht dadurch aus, dass sie möglichst viele Werkzeuge im Einsatz hat, sondern dadurch, dass ihre Werkzeuge zusammenarbeiten. Bei milia bedeutet das konkret: Vorgänge, Aufgaben, Belege, die Mandanten-App und milia.AI liegen in einem System. Die Kommunikation läuft nicht mehr über das persönliche Postfach, sondern über zentrale Nachrichten statt E-Mail-Pingpong, an einen Vorgang gebunden und für das ganze Team nachvollziehbar. Wer krank wird, hinterlässt keine Wissenslücke mehr, weil der Stand im Vorgang steht und nicht in einem einzelnen Kopf oder einem privaten Mailordner.
Was eine digitale Kanzlei ausmacht, ist auch außerhalb von milia definiert. Das DATEV-Label Digitale DATEV-Kanzlei und seine Digitalisierungskriterien misst unter anderem den Anteil digital verarbeiteter Belege und E-Rechnungen. Solche Kriterien zeigen die Richtung: weg von Papier und Medienbrüchen, hin zu durchgängig digitalen Prozessen. Eine Plattform, die Mandantenkommunikation, Dokumente und Workflows verbindet und sich in DATEV einfügt, ist dafür kein Luxus, sondern die strukturelle Grundlage. Sie ersetzt nicht die fachlichen DATEV-Module, sie schließt die Lücke zwischen ihnen und dem Mandanten. Genau das meint milia mit dem Weg aus dem Tool- und E-Mail-Chaos zu einer Plattform.
Kanzleisoftware im Vergleich: Insellösung, DATEV-Modul oder All-in-one?
Wer 2026 in Kanzleisoftware investiert, steht meist vor drei Grundtypen. Es lohnt sich, sie nüchtern gegenüberzustellen, bevor man über einzelne Anbieter spricht. Beim Kanzleisoftware Vergleich geht es weniger um Funktionslisten als um die Frage, wie viele Werkzeuge am Ende nebeneinander laufen und wer den Aufwand trägt, sie zusammenzuhalten.
Typ
Stärke
Schwäche
KI-Insellösung
Schnell startklar für einen eng umrissenen Zweck (z. B. ein Chatbot-Tool)
Erzeugt neue Insel; kein Kontext, kein Workflow, keine DATEV-Tiefe
DATEV-Eigenmodul
Vertraut, sicher, fachlich tief integriert
Kein All-in-one, modernes Zusammenarbeits-Erlebnis fehlt
All-in-one-Plattform
Vorgänge, Aufgaben, Belege, Mandanten-App und KI in einem System
Erfordert Plattform-Entscheidung statt Einzelkauf
Bei der Kostenlogik wird oft am falschen Ende gerechnet. Entscheidend ist nicht der Lizenzpreis einer einzelnen Kanzleisoftware für Steuerberater allein, sondern die Summe aus Lizenzen, Eigenbau-Aufwand, Lernkurven und der schieren Anzahl an Werkzeugen, die das Team beherrschen muss. Eine günstige Steuerkanzlei-Software, die nur einen Teilbereich abdeckt, kann am Ende teurer sein als eine Plattform, wenn sie ein weiteres Silo schafft. Konkrete Pakete und Preise finden Sie transparent auf der Seite zu Preisen und Paketen. Welcher echte Plattform-Vergleich zwischen milia und konkreten Wettbewerbern sinnvoll ist, vertieft der Baustein milia.io im Plattform-Vergleich.
Warum hundert KI-Werkzeuge nicht das Problem lösen
Der Markt überschüttet Kanzleien aktuell mit KI-Werkzeugen, jedes für einen kleinen Ausschnitt. In Demos beschreiben Kanzleien diesen Tool-Sprawl regelmäßig als eigenes Problem: zehn Abos, zehn Logins, zehn Lernkurven, und am Ende doch kein durchgängiger Prozess. Die Rechnung "mehr Tools gleich mehr Effizienz" geht nicht auf, weil jedes zusätzliche Werkzeug eine neue Schnittstelle, eine neue Datenablage und eine neue Fehlerquelle mitbringt. Eine Plattform löst das Problem nicht dadurch, dass sie das beste Einzeltool ist, sondern dadurch, dass sie viele Insellösungen überflüssig macht. Warum genau das der wirksamere Hebel ist, beschreibt der Beitrag dazu, warum hundert KI-Werkzeuge nicht die Lösung sind.
milia.AI als Human-in-the-Loop-Assistenz in der Mandantenkommunikation
Der Unterschied zwischen einer generischen und einer kanzleispezifischen KI wird in der täglichen Arbeit am deutlichsten. milia.AI kennt den Kontext automatisch: Sie weiß, welcher Mandant zu welchem Vorgang gehört, wer ihn bearbeitet und was zuletzt geschah. Daraus entstehen Vorschläge, keine Alleingänge. Die Assistenz schlägt eine Belegerinnerung vor, formuliert einen Antwortentwurf oder fasst einen Vorgang zusammen, und die Kanzlei entscheidet, ob das so hinausgeht. Diese milia.AI als Human-in-the-Loop-Assistenz ist bewusst so gebaut, dass die fachliche und rechtliche Verantwortung dort bleibt, wo sie hingehört.
Damit ist auch die häufigste Sorge beantwortet: Nein, KI ersetzt den Steuerberater nicht. Sie übernimmt die wiederkehrende Vorarbeit, damit die Kanzlei mehr Zeit für das hat, wofür Mandanten sie wirklich brauchen, die fachliche Einschätzung und das Gespräch. Dass dieser Hebel real ist, zeigen belegte Ergebnisse aus Kanzleien. Nach eigenen Angaben sparen milia-Anwender im Schnitt 6,5 Stunden pro Woche und Mitarbeiter, vor allem durch automatisierte Routine, weniger Suchen im Postfach und wegfallende manuelle Belegerinnerungen. Wie weit das trägt, zeigt die SKULD Steuerberatung: Die Kanzlei betreut mit 30 Mitarbeitenden rund 400 aktive Mandate und kommt dafür mit rund anderthalb Stellen für die reine Verwaltung aus. Das sind keine Versprechen einer vollständigen Automatisierung, sondern konkrete Entlastungen in klar abgegrenzten Prozessen, bei denen der Mensch die Kontrolle behält.
DATEV-Integration und Mandanten-App: ein Zugang statt vieler Portale
Eine Plattform für die Mandantenkommunikation ist nur dann hilfreich, wenn sie sich in die bestehende DATEV-Welt einfügt, statt eine Parallelwelt aufzubauen. milia ist autorisierter DATEV-Schnittstellenpartner und ergänzt DATEV, ersetzt es nicht. Über die tiefe DATEV-Integration mit bidirektionalem DMS-Sync fließen Stammdaten, Belege und Dokumente in beide Richtungen, ohne dass jemand sie doppelt pflegen muss. Genau diese Doppelpflege nennen Kanzleien in Demos regelmäßig als Pain, weil sie nicht nur Zeit kostet, sondern auch Fehler erzeugt: Sobald Daten an zwei Orten leben, driften sie auseinander. Der bidirektionale Sync hält DATEV und Plattform konsistent, und die fachlichen Module von DATEV bleiben unangetastet.
Für die Mandanten zählt vor allem ein Punkt: ein Zugang statt vieler Portale. Statt sich für SmartLogin und verschiedene Mandantenportale jeweils neu anmelden zu müssen, nutzen Mandanten die native Mandanten-App als einzigen Kanal zur Kanzlei. Das senkt die Hürde, Belege hochzuladen oder eine Rückfrage zu beantworten, spürbar, und genau das erhöht am Ende die Antwortquote auf jene Belegnachforderungen, die sonst am Sonntag landen. Wie sich ein solcher Mandantenzugang ohne den klassischen SmartLogin-Frust gestalten lässt, vertieft der Baustein zum Mandantenzugang ohne SmartLogin-Frust.
DSGVO, Berufsrecht und Hosting in Deutschland: KI rechtssicher einsetzen
Keine Kanzlei setzt KI ein, ohne die rechtliche Seite zu klären, und das ist richtig so. milia ist auf diese Anforderungen hin gebaut: DSGVO-konform, Hosting und Verarbeitung in Deutschland und StBerG-konform. Die DSGVO verlangt in Artikel 32 DSGVO zur Sicherheit der Verarbeitung angemessene technische und organisatorische Maßnahmen, etwa Verschlüsselung und Zugriffskontrollen. Ein deutsches Hosting und ein zertifiziertes Rechenzentrum sind dafür keine Marketingfloskeln, sondern die konkrete Antwort auf eine konkrete Pflicht.
Mindestens ebenso wichtig ist das Berufsrecht. Die Verschwiegenheitspflicht bleibt beim KI-Einsatz vollständig bestehen. Das Steuerberatungsgesetz (StBerG) regelt in den allgemeinen Berufspflichten und in der Verschwiegenheit beschäftigter Personen, dass Mandantendaten geschützt bleiben müssen, flankiert vom Schutz der Geheimnisse durch das Strafrecht. Setzt eine Kanzlei externe KI-Dienste ein, gehört ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) dazu, damit die Verarbeitung sauber geregelt ist. Welche organisatorischen Leitplanken sinnvoll sind, fasst die Muster-KI-Anwendungsrichtlinie des DStV für Steuerberater zusammen, inklusive der Human-in-the-Loop-Pflicht und einer abgestuften Risikoklassifizierung.
Auch die regulatorische Lage entwickelt sich weiter. Für Hochrisiko-KI-Systeme gilt die volle Anwendbarkeit der KI-Verordnung ab dem 2. August 2026. Die gute Nachricht für die Praxis: Die Anwendungsfälle in der Mandantenkommunikation, also Entwürfe, Belegnachforderung und Vorgangs-Triage, sind keine Hochrisiko-KI im Sinne der Verordnung, und Human-in-the-Loop bleibt ohnehin Pflicht. Eine fundierte Einordnung der berufsrechtlichen Fragen bietet der FAQ-Katalog der Bundessteuerberaterkammer zum KI-Einsatz im steuerberatenden Beruf, der die Themen Verantwortung, Aufsicht und Berufsrecht aus Sicht der Kammer zusammenführt. Wer KI in der Steuerberatung rechtssicher einsetzen will, kommt also nicht ohne klare Regeln aus, aber diese Regeln sind erfüllbar.
Die vier Bausteine für eine entspannte Mandantenkommunikation
Dieser Hub gibt den Überblick. Vier weiterführende Bausteine vertiefen jeweils einen konkreten Hebel, mit dem Steuerkanzleien ihre Mandantenkommunikation entlasten:
Wer den thematischen Überblick erneut nachlesen oder teilen möchte, findet ihn im Hub-Beitrag zu KI in der Mandantenkommunikation.
Häufige Fragen
Wie spart KI in der Mandantenkommunikation einer Steuerkanzlei Zeit?
KI spart Zeit, indem sie die wiederkehrende Vorarbeit in der Kommunikation übernimmt, ohne die fachliche Entscheidung anzutasten. Konkret entwirft eine kanzleispezifische KI-Assistenz wie milia.AI Antworten auf Standardanfragen, erkennt fehlende Belege und formuliert die passende Erinnerung, beantwortet einfache Statusfragen direkt aus dem Vorgang und sortiert eingehende Nachrichten vor. Das Team prüft und gibt frei, statt jede Routinemail von Hand zu schreiben. Wie groß der Hebel sein kann, zeigt die Praxis: milia-Anwender sparen nach eigenen Angaben im Schnitt 6,5 Stunden pro Woche und Mitarbeiter. Bei der SKULD Steuerberatung etwa betreuen 30 Mitarbeitende rund 400 aktive Mandate und kommen mit rund anderthalb Stellen für die reine Verwaltung aus. Das ist keine vollständige Automatisierung, sondern eine spürbare Entlastung in klar abgegrenzten Prozessen, bei denen der Mensch die Kontrolle behält.
Ersetzt KI den Steuerberater?
Nein. KI in der Steuerberatung ersetzt den Steuerberater nicht, sie unterstützt ihn. milia.AI arbeitet nach dem Human-in-the-Loop-Prinzip: Die Assistenz schlägt vor, der Mensch prüft, ergänzt und gibt frei. Die fachliche und rechtliche Verantwortung bleibt zu jedem Zeitpunkt bei der Kanzlei. Sinnvoll ist KI dort, wo sie wiederkehrende Routine vorbereitet, etwa Antwortentwürfe, Belegnachforderungen oder die Vorsortierung von Vorgängen. Damit gewinnt die Kanzlei Zeit für das, wofür Mandanten sie wirklich brauchen: die fachliche Einschätzung und das persönliche Gespräch. Versprechen einer hundertprozentigen Automatisierung sind im steuerberatenden Beruf weder realistisch noch berufsrechtlich tragbar. Die Stärke einer guten KI-Assistenz liegt genau darin, den Menschen zu entlasten, nicht ihn zu ersetzen.
Ist KI in der Steuerberatung DSGVO-konform?
KI in der Steuerberatung kann DSGVO-konform eingesetzt werden, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Die DSGVO verlangt nach Art. 32 angemessene technische und organisatorische Maßnahmen, etwa Verschlüsselung, Zugriffskontrollen und ein abgesichertes Hosting. milia setzt hier auf Hosting und Verarbeitung in Deutschland, ein nach ISO 27001 zertifiziertes Rechenzentrum und einen StBerG-konformen Betrieb. Wichtig ist außerdem die Datenherkunft: Eine kanzleispezifische Lösung verarbeitet Mandantendaten innerhalb eines kontrollierten Systems, während bei generischen, frei zugänglichen KI-Tools schnell unklar wird, wohin Daten fließen. Setzt eine Kanzlei externe KI-Dienste ein, gehört ein Auftragsverarbeitungsvertrag dazu. DSGVO-Konformität ist also kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis bewusster Entscheidungen über Hosting, Verträge und Werkzeugauswahl.
Bleibt die Verschwiegenheitspflicht beim KI-Einsatz bestehen?
Ja, die Verschwiegenheitspflicht bleibt beim KI-Einsatz vollständig bestehen. Das Steuerberatungsgesetz regelt die allgemeinen Berufspflichten und die Verschwiegenheit auch der beschäftigten Personen, ergänzt durch den strafrechtlichen Schutz von Privatgeheimnissen. Diese Pflichten enden nicht, nur weil ein Werkzeug KI nutzt. Praktisch bedeutet das: Mandantendaten dürfen nicht unkontrolliert an externe Systeme fließen, und beim Einsatz externer KI-Dienste ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag erforderlich. Sinnvoll ist zudem eine interne Anwendungsrichtlinie, die regelt, welche Daten wie verarbeitet werden dürfen. Die Muster-KI-Anwendungsrichtlinie des DStV bietet dafür eine praktikable Vorlage, inklusive Human-in-the-Loop-Pflicht und einer abgestuften Risikoklassifizierung. Eine Plattform mit deutschem Hosting und kanzleispezifischem Kontext erleichtert die Einhaltung dieser Pflichten erheblich, weil die Verarbeitung von vornherein in einem kontrollierten Rahmen stattfindet.
Was kostet eine Plattform mit KI für Steuerkanzleien?
Statt auf einen einzelnen Lizenzpreis zu schauen, lohnt sich der Blick auf die Gesamtkosten. Eine Plattform für Steuerkanzleien ersetzt im Idealfall mehrere Einzelwerkzeuge, deren Abos, Lernkurven und Pflegeaufwand sich sonst summieren. Wer fünf bis zehn Insellösungen parallel betreibt, zahlt nicht nur fünf bis zehn Lizenzen, sondern trägt auch den versteckten Aufwand, sie zusammenzuhalten, sowie das Risiko von Datensilos und Fehlern. Der ehrliche Vergleich ist deshalb nicht "Plattform gegen Einzeltool", sondern "Plattform gegen die Summe aller Werkzeuge plus Eigenbau-Belastung". Konkrete Pakete und Preise stellt milia transparent auf der Preisseite dar. Dort lässt sich nachvollziehen, welcher Funktionsumfang in welchem Paket enthalten ist, sodass die Investition planbar bleibt und sich an der tatsächlichen Entlastung der Kanzlei messen lässt.
Wie funktioniert die DATEV-Integration (DMS-Sync)?
milia ist autorisierter DATEV-Schnittstellenpartner und ergänzt DATEV, ersetzt es nicht. Die Integration arbeitet bidirektional: Stammdaten, Belege und Dokumente werden zwischen milia und dem DATEV-DMS in beide Richtungen synchronisiert. Das bedeutet, dass eine Information, die an einer Stelle entsteht, automatisch auch an der anderen verfügbar ist, ohne dass jemand sie doppelt pflegen muss. Genau diese Doppelpflege ist sonst eine häufige Fehler- und Zeitquelle, weil Daten an zwei Orten auseinanderdriften können. Durch den bidirektionalen Sync bleiben DATEV und Plattform konsistent. Wichtig dabei: Die fachlichen DATEV-Module wie Rechnungswesen oder die Steuererklärungs-Funktionen bleiben unangetastet. milia legt sich nicht über DATEV, sondern schließt die Lücke zwischen den DATEV-Modulen und der Kommunikation mit dem Mandanten.
Was ändert sich 2026 rechtlich durch die KI-Verordnung?
Die KI-Verordnung wird für Hochrisiko-KI-Systeme ab dem 2. August 2026 voll anwendbar. Für Steuerkanzleien ist die entscheidende Frage, ob die eingesetzten Anwendungen in diese Kategorie fallen. Die typischen Anwendungsfälle in der Mandantenkommunikation, also Antwortentwürfe, Belegnachforderung und die Vorsortierung von Vorgängen, sind keine Hochrisiko-KI im Sinne der Verordnung. Unabhängig von der Einstufung bleibt das Human-in-the-Loop-Prinzip Pflicht: Die KI bereitet vor, der Mensch entscheidet. Sinnvoll ist es dennoch, den eigenen KI-Einsatz zu dokumentieren und in einer internen Anwendungsrichtlinie zu regeln, welche Werkzeuge für welche Zwecke genutzt werden. Die Bundessteuerberaterkammer und der DStV stellen dazu Orientierungshilfen bereit. So lässt sich KI in der Steuerberatung rechtssicher einsetzen, ohne dass die regulatorische Entwicklung zur Bremse wird.
milia.io live erleben
Mandantenkommunikation muss nicht den Sonntag kosten. Wenn Sie sehen möchten, wie Vorgänge, Aufgaben, Belege, die Mandanten-App und milia.AI in einem System zusammenspielen und sich tief in DATEV einfügen, erleben Sie milia.io am besten live. Buchen Sie eine Demo und sprechen Sie mit unseren Kanzlei-Expert:innen darüber, wo in Ihrer Kanzlei die meiste Zeit liegen bleibt und wie sich das ändern lässt.
Wer vorab konkrete Ergebnisse aus der Praxis sehen will, findet sie in den Referenzkanzleien und Case Studies, darunter die SKULD Steuerberatung. So sehen Sie, was eine Plattform mit Human-in-the-Loop-KI für eine Steuerkanzlei wie Ihre tatsächlich bewegt, bevor Sie entscheiden.