DATEV KI-Werkstatt und DATEV Copilot: Was sie können und wo eine Kanzlei-KI ergänzt

Ihre Kanzlei arbeitet täglich mit DATEV. Zugleich hören Sie von der DATEV KI-Werkstatt, vom DATEV Copilot und von weiteren KI-gestützten Services im Rechnungswesen. Damit stellt sich eine praktische Frage. Decken diese Angebote den KI-Bedarf einer Steuerkanzlei bereits ab, oder bleibt im Vorgang zwischen Kanzlei, Mitarbeitenden und Mandant eine Lücke? Eine erste fachliche Einordnung bietet auch der Grundlagen-Leitfaden zu KI in der Steuerberatung.
Was ist die DATEV KI-Werkstatt, und was unterscheidet sie vom DATEV Copilot?
Die DATEV KI-Werkstatt ist eine Online-Plattform, auf der DATEV-Mitglieder Anwendungen auf Basis generativer KI ausprobieren und Rückmeldung geben können. DATEV hat die Plattform am 22.12.2023 vorgestellt. Sie dient damit als Erprobungsraum für neue Anwendungen, bevor daraus gegebenenfalls pilotierte oder reguläre Produkte werden (DATEV Presseinformation, Stand 22.12.2023, abgerufen am 01.10.2026).
Die Produktentwicklung ist dabei sichtbar gestuft. Anwendungen können in der DATEV KI-Werkstatt zunächst als Prototyp erscheinen, anschließend in die Pilotierung wechseln und später als Produkt bereitgestellt werden. Der Einspruchsgenerator, DATEV LEXchat und DATEV Copilot haben diesen Weg bereits durchlaufen.
DATEV Copilot hat daher eine andere Stellung. Er steht seit Mai 2026 in MyDATEV als zentraler KI-Assistent zur Verfügung und wurde speziell für Kanzleien aus Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung entwickelt. Die Unterstützung erfolgt direkt in DATEV-Cloud-Lösungen (DATEV Nachrichtenartikel „DATEV Copilot: Das kann der KI-Assistent heute“, Stand 25.06.2026, abgerufen am 01.10.2026).
Kostenlos und nur für DATEV-Mitglieder
DATEV-Mitglieder können die DATEV KI-Werkstatt kostenfrei nutzen. Die Anmeldung erfolgt über das DATEV-Konto mit SmartCard oder SmartLogin. Damit bleibt der Zugang auf den genossenschaftlichen Nutzerkreis begrenzt (DATEV KI-Werkstatt Produktseite, abgerufen am 01.10.2026).
Die Kostenfreiheit sollte bei der Einordnung vom Reifegrad getrennt betrachtet werden. Ein Prototyp bietet die Gelegenheit, eine neue Arbeitsweise zu testen und DATEV Rückmeldung zu geben. Sein Status kann sich jedoch ändern. Kanzleien sollten daher bei jeder Anwendung prüfen, ob sie sich noch in der Erprobung, bereits in der Pilotierung oder schon im regulären Produktbetrieb befindet.
Aktuelle Prototypen und Assistenten in der DATEV KI-Werkstatt
Zu den testbaren Anwendungen gehört der Summarizer. Er verdichtet Dokumente mit einem Umfang von bis zu 1.000 Seiten und unterstützt PDF, DOCX, ODT, TXT sowie RTF. Der Prompt-Generator hilft beim Formulieren optimierter KI-Anweisungen.
Der Kurzberatung-online-Assistent berät individuell zu ausgewählten Online-Beratungen. Der DATEV Kunden-Assistent hilft bei Einrichtung, Anwendung und Optimierung von DATEV Unternehmen online. Der Qualifizierungs-Assistent Future Skills zeigt Entwicklungspfade für Mitarbeitende anhand von Qualifikation, Wissen und Erfahrung.
DATEV führt außerdem eine Promptbibliothek, in der wiederkehrende Anweisungen gespeichert und erneut verwendet werden können. Das frühere Testformat DATEV-GPT wurde nach DATEV-Angaben von 35.000 Nutzer:innen erprobt. Deren Rückmeldungen flossen in die Entwicklung von DATEV Copilot ein.
Bei einigen Prototypen verarbeitet DATEV Eingaben über Microsoft Azure OpenAI Services. Laut DATEV werden personenbezogene Daten dort nicht persistent gespeichert. Die Verarbeitung erfolgt temporär, anschließend gelangen die Ergebnisse zurück in das DATEV-Rechenzentrum. Kanzleien sollten diese Verarbeitungsweise bei ihrem internen Freigabeprozess und bei der Auswahl geeigneter Inhalte berücksichtigen.
Was kann der DATEV Copilot im Kanzleialltag heute schon?
DATEV Copilot unterstützt vor allem wissensbasierte Einzelaufgaben. Dazu gehören das Erstellen von Texten, Übersetzungen ins Deutsche, die Verarbeitung hochgeladener Dokumente und verschiedene Formen der Recherche. Für eine Rückfrage zum Steuerbescheid kann der Assistent beispielsweise einen Textentwurf vorbereiten. Die fachliche Einordnung bleibt bei der zuständigen Person.
Zugang über MyDATEV und den DATEV-Shop
DATEV Copilot steht seit Mai 2026 in MyDATEV zur Verfügung. Die Lizenz ist kostenfrei, muss aber über den DATEV-Shop bestellt werden. Anschließend braucht die jeweilige Person die passenden Rechte in der DATEV-Rechteverwaltung. Die Artikelnummer lautet 90431 (DATEV Shop-Produktseite DATEV Copilot, abgerufen am 01.10.2026).
Der tatsächliche Zugang hängt damit von zwei administrativen Schritten ab. Die Kanzlei bestellt das Produkt und vergibt danach die erforderlichen Rechte. Die bloße Verfügbarkeit in MyDATEV schaltet den Assistenten nicht automatisch für alle Mitarbeitenden frei.
Für die Einführung empfiehlt sich eine klare Zuständigkeit in der Kanzlei. Eine verantwortliche Person kann Bestellung, Rechtevergabe und interne Hinweise zur Nutzung koordinieren. DATEV selbst ordnet den Copilot als zentralen Assistenten für die Arbeit in den DATEV-Cloud-Lösungen ein.
Funktionsumfang und Grenzen
DATEV Copilot erstellt Texte und kann Spracheingaben in Text überführen. Er übersetzt fremdsprachige Inhalte ins Deutsche. Außerdem lassen sich Dokumente hochladen, strukturieren und zusammenfassen. Unterstützt werden PDF, DOCX, ODT, TXT und RTF mit einem Umfang von maximal 1.000 Seiten.
Diese Dokumentenfunktion hat eine klar benannte Grenze. Strukturierte Datensätze wie BWAs oder Tabellen kann DATEV Copilot derzeit nicht analysieren. Eine hochgeladene BWA wird daher nicht allein durch den allgemeinen Dokumenten-Upload zu einer auswertbaren strukturierten Datenbasis.
Für Recherchen greift der Assistent auf die Internetsuche und ergänzende DATEV-Angebote zurück. DATEV LEXchat ist kostenpflichtig. Der DATEV Service-Assistent beantwortet Fragen zu DATEV-Anwendungen auf Basis von Inhalten aus dem Hilfe-Center und der Wissensdatenbank.
Laut DATEV läuft die Datenverarbeitung geschützt innerhalb der DATEV Cloud und folgt klaren Leitplanken für Datenschutz, Governance und Compliance. Für die fachliche Verantwortung formuliert DATEV ausdrücklich: „Die fachliche Bewertung und Entscheidung liegen dabei jederzeit beim Menschen vor dem Bildschirm.“
Diese menschliche Prüfung gehört in den Arbeitsablauf. Ein Textentwurf kann sprachlich schlüssig wirken und dennoch fachlich unvollständig sein. Dasselbe gilt für eine Zusammenfassung eines umfangreichen Dokuments. Die zuständige Mitarbeiterin oder der zuständige Mitarbeiter bewertet das Ergebnis und entscheidet über seine weitere Verwendung.
Erweiterungen und die angekündigte Integration in die Kopfzeile
DATEV nennt DATEV LEXchat, die Websuche und den DATEV Service-Assistenten als Erweiterungen für DATEV Copilot. Der DATEV Service-Assistent konzentriert sich auf Fragen zur Anwendung von DATEV-Lösungen und liefert Antworten auf Basis der DATEV-Wissensbestände (DATEV Übersichtsseite Künstliche Intelligenz, abgerufen am 01.10.2026).
DATEV hat außerdem angekündigt, DATEV Copilot in die zentrale Kopfzeile aller DATEV-Cloud-Anwendungen zu integrieren (DATEV „Ausblick Produktfreigaben“, Stand 03.10.2026).
Wo hören DATEV KI-Werkstatt und DATEV Copilot auf?
Die DATEV KI-Werkstatt konzentriert sich auf testbare Prototypen. DATEV Copilot bearbeitet unter anderem Texte, Übersetzungen, Dokumentzusammenfassungen und Recherchen. Im Rechnungswesen übernehmen der DATEV Automatisierungsservice Rechnungen und der DATEV Automatisierungsservice Bank andere, klar abgegrenzte Aufgaben.
Der DATEV Automatisierungsservice Rechnungen erzeugt aus digitalisierten Belegen Buchungsvorschläge in der DATEV Cloud. Laut DATEV-Pressemeldung vom 06.05.2026 nutzen ihn über 9.000 Kanzleien für rund 150.000 Buchführungen und rund 12 Mio. Buchungsvorschläge pro Monat. Der DATEV Automatisierungsservice Bank erreichte über 100.000 Buchführungen bei rund 7.400 Kanzleien und mehr als 10 Mio. Buchungsvorschläge monatlich (DATEV Presseinformation zu den Automatisierungsservices, Stand 06.05.2026, abgerufen am 01.10.2026).
Der Sammelbegriff „KI von DATEV“ umfasst damit mehrere Einsatzgebiete. Die DATEV KI-Werkstatt erprobt Anwendungen, DATEV Copilot unterstützt wissensbasierte Tätigkeiten und die Automatisierungsservices erzeugen Buchungsvorschläge im Rechnungswesen. Für die Auswahl zählt deshalb der konkrete Arbeitsschritt in der Kanzlei.
Vorgangsmanagement umfasst zusätzlich die Zuordnung von Nachrichten, Aufgaben, Dokumenten und Rückfragen zu einem konkreten Fall. Bei einer Belegnachforderung am Quartalsende folgen auf den Nachrichtentext weitere Schritte. Die offenen Positionen müssen erkannt, dem richtigen Mandanten zugeordnet, als Aufgabe bereitgestellt und nach der Erledigung weiterverarbeitet werden. DATEV Copilot unterstützt in diesem Ablauf den Textentwurf.
Beleg ist nicht Dokument
Drittanbieter erreichen über DATEV Unternehmen online nur Belege, keine Dokumente. Der Austausch von Dokumenten über diesen Weg ist nicht möglich. Verträge, Vollmachten, Bescheide oder andere Dokumente brauchen deshalb einen eigenen Weg im Dokumentenmanagement.
Ein Ein-Weg-Belegtransfer bildet damit nur einen Ausschnitt des Kanzleiablaufs ab. Sobald Stammdaten, DATEV Dokumente, Zuständigkeiten und Rückfragen einbezogen werden, braucht die Kanzlei weitere Verbindungen und eine klare Vorgangsstruktur. Bei milia sind sechs DATEV-Integrationen angebunden: Stammdaten, DATEV Dokumente, Unternehmen und Belege online, DATEV Meine Steuern, DATEV Personal, DATEV Zuständigkeiten.
Eine Lösung kann Belege an DATEV Unternehmen online übergeben und dennoch keinen Weg für Dokumente bereitstellen. Für eine Vollmacht, die zur Unterschrift wartet, oder eine Rückfrage zu einem Bescheid braucht die Kanzlei daher mehr als einen Belegtransfer.
Wo ergänzt eine Kanzlei-KI die DATEV KI-Werkstatt und den DATEV Copilot?
Die folgende Tabelle trennt Einzelaufgaben von vorgangsbezogenen Abläufen.
Eine Kanzlei-KI setzt im konkreten Vorgang an. Bei milia.AI gilt dabei Human-in-the-Loop. Die KI-Assistenz bereitet Arbeitsschritte vor oder führt definierte Schritte aus, während ein Mensch die Ergebnisse prüft und Inhalte vor der Weitergabe an Mandanten freigibt.
Bei einer Belegnachforderung liest die KI-Assistenz offene Posten aus DATEV aus und erstellt daraus eine Aufgabe für den Mandanten. Der Vorgang verbindet damit die DATEV-Daten mit dem nächsten Kommunikationsschritt. Das Team behält die Kontrolle über Prüfung und Freigabe.
milia.AI gleicht bei der Bescheidprüfung den Steuerbescheid mit der Erklärung ab und erkennt Abweichungen. Die fachliche Bewertung bleibt bei der zuständigen Person, die eine Rückfrage zum Bescheid anschließend im Vorgang vorbereiten kann.
Human-in-the-Loop gilt auch bei der BWA-Analyse. Die KI-Assistenz prüft die Buchhaltung auf Vollständigkeit, fordert fehlende Belege beim Mandanten an und stellt nach der Erledigung die BWA-Auswertung bereit. Das Team prüft die Ergebnisse und gibt die weitere Kommunikation frei.
Die Mandantenkommunikation bleibt dabei mit dem Vorgang verbunden. Mitarbeitende können Fachfragen stellen oder Dokumente auf Basis des Kanzlei-Wissens analysieren lassen. milia.AI erstellt direkt in Nachricht, Aufgabe oder Notiz Texte und fasst Dokumente zusammen. Kein Inhalt wird ohne Freigabe des Teams an Mandanten versendet.
Eine ausführlichere Marktübersicht finden Sie im Beitrag Die besten KI-Tools für Steuerkanzleien 2026. Die Auswahl sollte sich daran orientieren, ob ein Werkzeug eine einzelne Wissensaufgabe unterstützt oder einen vollständigen Vorgang mit Datenbezug, Aufgabe und Mandantenkommunikation begleitet.
Für KI datenschutzkonform in der Steuerkanzlei braucht es einen prüfbaren technischen und vertraglichen Rahmen. milia hostet alle Daten in Deutschland, in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in Frankfurt, und arbeitet DSGVO-konform. Der Auftragsverarbeitungsvertrag enthält die Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 62a StBerG. Kundendaten werden nicht zum Training externer KI-Modelle genutzt. Bei milia.AI gilt Human-in-the-Loop. Kein KI-generierter Inhalt geht ohne Freigabe durch das Team an Mandanten.
Wenn Sie die vorgangsbezogene Ergänzung zu DATEV anhand Ihrer eigenen Kanzleiabläufe prüfen möchten, können Sie eine Demo vereinbaren.
Für welche Kanzlei lohnt sich die Kombination aus DATEV und einer eigenen Kanzlei-KI?
Die Kombination richtet sich vor allem an DATEV-Steuerkanzleien ab rund 10 Mitarbeitenden, die neben den DATEV-Fachanwendungen eine gemeinsame Struktur für Vorgänge, Aufgaben, Dokumente und Mandantenkommunikation brauchen. DATEV bleibt dabei die fachliche Basis. Die Kanzlei-KI ergänzt die Arbeitsschritte rund um den Vorgang.
Ein sinnvolles Auswahlkriterium ist die Art der wiederkehrenden Arbeit. DATEV Copilot unterstützt beim Schreiben, Übersetzen, Zusammenfassen und Recherchieren. Eine vorgangsbezogene KI-Assistenz setzt dort an, wo aus DATEV-Daten eine Aufgabe für den Mandanten entstehen soll oder mehrere Schritte aus Prüfung und Kommunikation zusammengehören.
Die Kombination bietet sich auch an, wenn Mitarbeitende Informationen heute zwischen E-Mail, Aufgabenlisten, Dokumentenablage und DATEV übertragen. Eine Kanzlei-KI im Vorgang kann die vorhandenen DATEV-Daten in den nächsten Arbeitsschritt einbinden. Die menschliche Prüfung und Freigabe bleibt Teil des Prozesses.
milia wird vom DStV empfohlen und ist seit 2023 autorisierter DATEV-Schnittstellenpartner. Die Plattform ergänzt DATEV. Die DATEV-Anwendungen bleiben für Rechnungswesen, Cloud-Dienste und die jeweiligen fachlichen Prozesse bestehen.
Vor einer Entscheidung sollte die Kanzlei einige typische Vorgänge abgrenzen. Geeignet sind etwa eine Belegnachforderung am Quartalsende, die Prüfung eines Steuerbescheids oder eine BWA mit fehlenden Belegen. Anschließend lässt sich prüfen, welche Schritte DATEV bereits abdeckt und an welcher Stelle eine zusätzliche Vorgangslogik gebraucht wird.
Die Grenze bleibt bei jeder KI-Nutzung dieselbe. Eine KI-Assistenz kann Inhalte vorbereiten, Daten auswerten und definierte Arbeitsschritte ausführen. Die fachliche Verantwortung verbleibt bei der Kanzlei. Am Ende trifft der Mensch die Entscheidung, nicht die KI-Assistenz.
Häufige Fragen
Ist die DATEV KI-Werkstatt kostenlos?
DATEV-Mitglieder können die DATEV KI-Werkstatt kostenfrei nutzen. Der Zugang erfolgt über ein DATEV-Konto mit SmartCard oder SmartLogin. Die Plattform stellt Prototypen zum Ausprobieren bereit und ermöglicht Rückmeldungen an DATEV. Der jeweilige Status einer Anwendung sollte geprüft werden, da ein Prototyp später in die Pilotierung oder in ein reguläres Produkt übergehen kann.
Was kostet der DATEV Copilot?
DATEV Copilot wird kostenfrei angeboten. Die Kanzlei muss das Produkt trotzdem über den DATEV-Shop bestellen und anschließend die erforderlichen Rechte in der DATEV-Rechteverwaltung vergeben. Die zugehörige Artikelnummer lautet 90431. Kosten können bei ergänzenden Angeboten entstehen. DATEV LEXchat wird beispielsweise als kostenpflichtige Erweiterung geführt.
Wie komme ich zum DATEV Copilot?
DATEV Copilot steht seit Mai 2026 in MyDATEV zur Verfügung. Zuerst bestellt die Kanzlei die kostenfreie Lizenz im DATEV-Shop. Danach erhält die vorgesehene Person die erforderlichen Berechtigungen über die DATEV-Rechteverwaltung. DATEV hat zusätzlich angekündigt, DATEV Copilot in die zentrale Kopfzeile aller DATEV-Cloud-Anwendungen zu integrieren.
Was kann der DATEV Copilot heute schon, und was noch nicht?
DATEV Copilot erstellt und übersetzt Texte, verarbeitet Spracheingaben, strukturiert Dokumente und fasst unterstützte Dateiformate mit bis zu 1.000 Seiten zusammen. Außerdem bietet er Recherchefunktionen. Strukturierte Datensätze wie BWAs oder Tabellen kann er derzeit nicht analysieren. Die fachliche Bewertung und Entscheidung bleiben laut DATEV jederzeit beim Menschen vor dem Bildschirm.
Sind die DATEV KI-Werkstatt und der DATEV Copilot dasselbe?
Die DATEV KI-Werkstatt ist eine Plattform zum Erproben von KI-Prototypen durch DATEV-Mitglieder. DATEV Copilot ist seit Mai 2026 als zentraler KI-Assistent in MyDATEV verfügbar. Einzelne Anwendungen können aus der Werkstatt über eine Pilotierung zum regulären Produkt weiterentwickelt werden. DATEV Copilot selbst hat diesen Entwicklungsweg bereits durchlaufen.
Ersetzt eine Kanzlei-KI wie milia.AI den DATEV Copilot?
milia.AI ergänzt DATEV Copilot um vorgangsbezogene Abläufe. Dazu gehören etwa Aufgaben für Mandanten aus offenen Posten und die Prüfung von Bescheiden. DATEV Copilot unterstützt vor allem Texte, Dokumentzusammenfassungen und Recherche. Bei milia.AI gilt Human-in-the-Loop. Das Team prüft die Ergebnisse und gibt mandantenbezogene Inhalte frei.
Für welche Kanzleigröße lohnt sich die Kombination aus DATEV Copilot und einer eigenen Kanzlei-KI?
Die Kombination richtet sich besonders an DATEV-Steuerkanzleien ab rund 10 Mitarbeitenden, wenn wiederkehrende Vorgänge über mehrere Personen, Aufgaben und Kommunikationsschritte laufen. DATEV Copilot unterstützt wissensbasierte Einzelaufgaben. Eine eigene Kanzlei-KI ergänzt diese Funktionen im Vorgang, etwa bei Belegnachforderungen, BWA-Prüfungen und der Mandantenkommunikation. Die Freigabe bleibt beim Team.
Stand: Oktober 2026. Dieser Beitrag ist ein allgemeiner Überblick und ersetzt keine rechtliche Prüfung im Einzelfall.